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Informationsblatt Nr. 47 der
Life- (das „Leben in Fülle erleben“) Stiftung


Liebe Freundinnen und Freunde der Life-Stiftung, Holsteiner Cox in Blüte

heute habe ich Maren Scholtyßek interviewt, sie ist Palliative Care Pflegekraft und Leitende Koordinatorin im Palliativteam des Flensburger Katharinen Hospiz am Park.

Liebe Maren, auch seit unserem Interview 2013 bist du der Palliativmedizin treu geblieben. Was ist dir bis heute in deiner Arbeit wichtig? Die Begegnungen mit den Menschen, sowohl den Betroffenen und ihren Zugehörigen als auch den Kolleginnen und Kollegen. Aus palliativer Sicht gelingt es ihnen oft, neue Gedanken und Entwicklungen anzustoßen, so dass sie für sich neue Perspektiven finden.

Wenn der Patient im Sterben liegt, was muss das Behandlungsteam primär bedenken? Eine gute Symptomlinderung ist bei körperlichen Symptomen natürlich wichtig. Einen hohen Stellenwert haben die Gespräche über Wünsche und Ängste im Sterbeprozess, die Begleitung der Angehörigen und ein geschützter Rahmen zum Abschied nehmen.

Die Palliativbehandlung hat auch eine suizidpräventive Seite. Findest du das auch? Das kann ich nur bestätigen. Oft habe ich erlebt, dass der Wunsch nach assistiertem Suizid in den Hintergrund tritt, wenn das Leid in einer guten palliativen Begleitung gelindert und die Autonomie erhalten wird.

Anfang nächsten Jahres geht deine Berufstätigkeit zu Ende. Magst du ein vorläufiges Resümee ziehen? Ich bin dankbar, dass ich mein Arbeitsleben an einer Stelle verbringen durfte, die ich selbst als Berufung erlebt habe. Ende der 80er Jahre wollten wir das Thema Tod und Sterben wieder zur ück in die Gesellschaft bringen. Das ist uns nur bedingt gelungen. Die heutige Hochleistungsmedi - zin hat das Thema wieder in den Hintergrund gedrängt.

Wenn sich heute junge Menschen für die Palliativmedizin oder das Hospiz interessieren, was sollten sie bei der Berufsplanung beachten? Sie sollten Freude an der Begegnung mit Menschen haben und bereit sein, zuzuhören und dazuzulernen. Wenn man ehrlich mit sich und seinen Gefühlen umgeht, kann man unglaublich viel für sein eigenes Leben lernen. Die Wahrhaftigkeit und das Vertrauen dieser Begegnungen sind ein guter Antrieb für diese Arbeit .

 

Danke Maren, für deinen beispielhaften Einsatz! Und herzliche Grüße an die Leser, von

Ganz herzlich grüßt Sie, mit guten Wünschen,

Peter Lorenzen

 


Informationsblatt Nr. 47, vom 10.09.2026 als Pdf-Download

 

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